Freie Kantorei Duisburg 1984 e.V.

Allegri, Gregorio (1582-1652)

Miserere

Das „Miserere“ des römischen Komponisten war eine gut gehütete Vertonung im Besitz der Sixtinischen Kapelle. Dort wurde das Werk in der Karfreitagsliturgie gesungen. Niemand hatte sonst Zugang zu diesem Werk – bis der 14-jährige Mozart den Gottesdienst besuchte und die Musik danach Ton für Ton niederschrieb. So gelangte das „Miserere“ aus den vatikanischen Mauern und wird seitdem wegen seiner mysteriösen Klangstruktur geschätzt.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Bach, Johann Christoph Friedrich (1732-1795)

Ich lieg und schlafe ganz mit Frieden

Der zweitjüngste Sohn von J.S. Bach, Konzert- und Kapellmeister in Bückeburg, stand im Schatten seiner erfolgreicheren Brüder.

In der Motette „Ich lieg und schlafe“ (Psalm 4, 9) kommt der Geist des Barock und der Frühklassik zu Wort. Das Sterben ist ein ersehnter Zustand und das Leben auf der lügenhaften, beschwerlichen Welt nicht unbedingt ein Vergnügen. Die Freuden des Himmels werden ersehnt, da man sich eine Ruhe zu finden erhofft, in der man „sicher“ ist.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Bach, Johann Sebastian (1685-1750)

– Weihnachtsoratorium
– Johannespassion
– Motetten: Singet dem Herrn ein neues Lied
– Lobet den Herrn, alle Heiden
– Kantate: Unser Mund sei voll Lachens
– Magnificat

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Barber, Samuel (1910-1981)

Agnus Dei

Der US- amerikanischer Komponist schrieb 1936 sein Quartett B- Dur, dessen 2. Satz er für Streichorchester als Adagio for strings arrangierte. 1967 bearbeitete er dieses Werk für Chor mit dem Titel „Agnus Dei“

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Berheide, Hauke (*1980)

Späte Gesänge, Uraufführung 2011

Die „Späte[n] Gesänge“ (2011) des aus Duisburg stammenden
Hauke Berheide sang die „Freie Kantorei Duisburg“ als Uraufführung in ihrem Konzert „Klagemauer“, das u.a.
den Opfern der Love- Parade gewidmet war.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Bernstein, Leonard (1918-1990)

– Missa brevis
– Chichester Psalms

Zu den erfolgreichsten Bühnenwerken des US- amerikanischen Komponisten und Dirigenten, Musikdirektors des New York Philharmonic Orchestra sowie häufigen Gastdirigenten bei den Wiener Philharmonikern zählen die Musicals „West Side Story“ und „Candide“.

Die „Chichester Psalms“ sind ein dreiteiliges Chorwerk auf hebräische Psalmentexte, sie wurden 1965 unter Bernsteins Leitung in New York uraufgeführt.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Brahms, Johannes (1833-1897)

– Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen?
– O Heiland, reiß die Himmel auf

Der deutsche Komponist schrieb zahlreiche Klavierwerke,
Chormusik (am bekanntesten wohl „Ein Deutsches Requiem“),
Kammermusik sowie Orchesterwerke.

„Warum“ – das schwierigste und komplexeste aller Fragewörter – steht am Anfang seiner Chormotette „Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen“ (aus: Hiob 3, 20-23); hier dargeboten in Klanggröße. Im weiteren Verlauf der Motette wird deutlich, dass der, der dem Herrn vertraut, ihn lobt und ehrt, in „Fried und Freud dahin fahren“ kann.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Britten, Benjamin (1913-1976)

A hymn to the Virgin

Der englische Komponist, Dirigent und Pianist schrieb bedeutende Kammermusik – und Orchesterwerke, vor allem aber Vokalmusik.

„A Hymn to the Virgin“ ist ein englisches Weihnachtslied, der Text entstammt einer mittelalterlichen Lobpreisung Mariens aus einem anonymen Gedicht des 13. Jahrhunderts.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Copland, Aaron (1900-1990)

In the beginning

Der US- amerikanische Komponist gilt als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Moderne. Er ließ häufig Harmonien und Rhythmik des Jazz in seine Werke einfließen.
„In the beginning“ ist ein ca. halbstündiges Chorwerk a capella für vier- bis achtstimmigen Chor und Mezzosopran und hat die Schöpfungsgeschichte zum Thema.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Dvorak, Antonin (1841-1904)

Messe D- Dur

Der böhmische Komponist verband in seinen Werken Einflüsse von Klassik und Romantik mit Elementen der Volksmusik. Zu seinen Hauptwerken zählt die Sinfonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“ Die „Messe D- Dur“ op 86 für Soli, Chor und Orchester komponierte er 1886, später entstand auch eine Fassung für Orgel.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Gabrieli, Giovanni (1554-1612)

– Hodie Christus natus est
– Jubelt dem Herrn

Gabrieli war Organist an San Marco in Venedig und gilt als wichtige musikalische Persönlichkeit in der Zeit des Übergangs von der Renaissance zum Barock. Er setzte die Tradition der Venezianischen Mehrchörigkeit in dieser Kirche fort. Die beiden hier genannten Motetten sind zweichörig angelegt.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Gesualdo, Carlo (1566-1613)

Vier Responsorien zur Karwoche

Gesualdo war eine der schillerndsten Figuren der Musikgeschichte, denn sein Wirken als Komponist ist überlagert von einem Mord an seiner Frau und deren Geliebten. Das kompositorische Schaffen umfasst eine Reihe von geistlichen Werken, darunter die Responsorien zur Liturgie der Karwoche.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Händel, Georg Friedrich (1685-1759)

Der Messias

Anthem: O praise the Lord with one consent

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Haydn, Joseph (1732-1809)

– Stabat Mater
– Nicolaimesse
– Orgelsolomesse

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Liszt, Franz (1811-1886)

Via crucis

Der österreich-ungarischer Komponist komponierte in großem Umfang religiös inspirierte Musik, Messen, Oratorien und Motetten.

„Via crucis“, der Kreuzweg, war das erste Werk , das die neu gegründete Freie Kantorei Duisburg 1984 aufführte.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Mauersberger, Rudolf (1889-1971)

Wie liegt die Stadt so wüst

„Wie liegt die Stadt so wüst“ ist das erste Stück des deutschen Komponisten und Chorleiters aus dem „Chorzyklus Dresden“. Das Werk gilt als Trauermotette. Mauersberger komponierte sie
unter den Eindrücken der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg nach Texten aus den Klageliedern Jeremias.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Mendelssohn-Bartholdy, Felix (1809-1847)

– Jauchzet dem Herrn, alle Welt
– Denn Er hat seinen Engeln befohlen

Die Werke des bedeutendsten Komponisten der Romantik. Umfassen Sinfonien, Konzerte, Oratorien, Kammermusiken sowie geistliche und weltliche Chormusik.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Monteverdi, Claudio (1567-1643)

– Missa „In illo tempore“
– Magnificat

Das Werk des italienischen Komponisten markiert die Wende von der Musik der Renaissance zu der des Barock. Durch ihn erfuhr die Oper als neue musikalische Form erstmals in der breiten Öffentlichkeit Beachtung. Die bekanntesten Werke sind “L`Orfeo“ und „Die Krönung der Poppea“, sowie die „Marienvesper“.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Mozart, Wolfgang Amadeus (1756-1791)

– Requiem
– Lauretanische Litanei

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Nystedt, Knut (*1915)

Die sieben Worte Jesu am Kreuz

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Pärt, Arvo (*1935)

– Magnificat – Antiphonen
– Berliner Messe
– Da pacem Domini

Arvo Pärt ist ein estnischer Komponist. In seiner fast ausschließlich religiös motivierten Musik strebt er nach einem Ideal der Einfachheit, das die spirituelle Botschaft unterstützt.
Er entwickelte seinen eigenen Musikstil, den er Tintinnabuli (Glocken klingen) nennt. Einfache Harmonien, meist Dreiklänge, bestimmen seine Kompositionen.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Reger, Max (1873-1916)

– Der Mensch lebt und bestehet
– Gesänge zum Advent

Der deutsche Komponist, Organist, Dirigent und Pianist erlangte vor allem durch seine Kompositionen für Orgel Berühmtheit. Seine Vokalwerke umfassen über 250 Gesänge mit Klavierbegleitung sowie geistliche Lieder für Gesang und Orgel oder a cappella.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Rheinberger, Josef Gabriel (1839-1901)

– Abendlied
– Messe F- Dur (Misericordia-Messe)

Der deutsche Komponist bildet eines der Schlusslichter der klassisch-romantischen Epoche. Von seinen geistlichen Vokalwerken ist die Weihnachtskantate “Der Stern von Bethlehem“ besonders bekannt. Seine Motette „Abendlied“ nach Lukas 24.29 erfreut sich besonderer Beliebtheit.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Rossini, Giacomo (1792-1868)

Petite Messe Solennelle

Der italienische Komponist ist hauptsächlich als Schöpfer vieler Opern bekannt.
Seine Petite Messe Solennelle steht in ihren äußeren Ausmaßen in der Tradition der Missa solemnis. Dass Rossini sie selbst als „klein“ bezeichnet hat, muss wohl als Ironie gewertet werden („Hier ist sie, die arme kleine Messe. Ist es wirklich heilige oder vermaledeite Musik? Ich bin für die opera buffa geboren. Du, lieber Gott, weißt es wohl! Ein bisschen Können, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies!“)

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Schein, Johann Hermann (1586-1630)

– Die mit Tränen säen (aus: Israelis Brünnlein)
– Siehe, nach Trost war mir sehr bange

Der deutsche Komponist, lange Zeit Thomaskantor in Leipzig, komponierte hauptsächlich geistliche Chormusik. Sehr bekannt ist die Sammlung „Israelis Brünnlein“, 26 Madrigale mit geistlichen Motetten. Das Madrigal „Die mit Tränen säen“ ist berühmt für seine chromatische Radikalität.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Schütz, Heinrich (1585-1672)

– Selig sind die Toten
– Also hat Gott die Welt geliebt

Heinrich Schütz gilt als der bedeutendste deutsche Komponist des Frühbarock. Obwohl zunächst zum Organisten ausgebildet, komponierte er nach frühen Madrigalen in italienischer Sprache.
Sein Werk umfasst eine Vielzahl von virtuosen Motetten und geistlichen Chorwerken.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Tavener, John (1944-2013)

Song für Athene

Die Werke des britischen Komponisten waren religiös inspiriert. In seiner Tonsprache versuchte Tavener, alles Unwesentliche abzustreifen und bevorzugte klare Gliederungen und Formen. „Song for Athene“ wurde der breiten Öffentlichkeit bekannt, als das Stück zur Begräbnisfeier von Lady Diana aufgeführt wurde.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Verdi, Giuseppe (1813-1901)

– Ave Maria
– Pater noster

Als italienischer Komponist der Romantik wurde Verdi vor allem durch seine Opern berühmt. Zu den bedeutendsten geistlichen Werken zählen die „Quattro pezzi sacri“, und das „Pater Noster“.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Vivaldi, Antonio (1678-1741)

Gloria

Der Komponist des Barock aus Venedig schuf fast 500 Konzerte (darunter 241 für Violine als Soloinstriument). Neben einigen Opern komponierte er auch geistliche Chorwerke, die erst vor wenigen Jahren neu verlegt wurden. Das „Gloria“ überzeugt durch einen schwungvollen, virtuosen Stil.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer

Zelenka, Jan Dismas (1679-1745)

Miserere

Der Barockkomponist böhmischer Herkunft komponierte höchst originelle und unkonventionelle Orchester- und Vokalwerke. Viele davon wurde erst in den letzten 30 Jahren wieder entdeckt. Neben etlichen Messen ist besonders das „Miserere“, geschrieben für die Karwoche, bekannt.

Quelle: Brockhaus Riemann, Musiklexikon; Harenberg Chormusikführer