GESCHICHTE

Freie Kantorei Duisburg 1984 e.V.

GESCHICHTE

Dreißig Jahre Freie Kantorei Duisburg 

Mit einem Passionskonzert stellte sich die neu gegründete Freie Kantorei Duisburg am Palmsonntag 1984 zum ersten Mal in der Liebfrauenkirche der Öffentlichkeit vor. Via Crucis von Franz Liszt stand auf dem Programm. Der renommierte Bariton Philipp Langshaw sang die Christuspartie, die Orgel spielte Friedrich Storfinger.

Seit dieser Zeit ist die Liebfrauenkirche ein heimatlicher Auftrittsort für die Freie Kantorei Duisburg geworden. Nach vielen Jahren zwischenzeitlicher Umbau- und Sanierungsarbeiten konnte – dank der „Stiftung Brennender Dornbusch“ – die Tradition konzertanter Auftritte wieder aufgenommen und fortsetzt werden.

In der zurückliegenden Zeit vermochte sich die Freie Kantorei Duisburg zu einem der profiliertesten Chöre der Region Duisburg entwickeln. Hier setzte sie mit ihren Aufführungen vielfältige kulturelle Akzente: etwa mit dem Konzert KLAGEMAUER 2011 in der Gebläsehalle des Landschaftsparks Du.- Nord, mit dem der Chor eine Auszeichnung des Chorverbandes NRW für die ausgezeichnete Konzeption und hervorragende musikalische Darbietung erhielt. Zahlreiche Konzerte gestaltete die Kantorei als Benefizkonzerte zu Gunsten unterschiedlicher sozialer und kultureller Projekte in Duisburg mit: zweimal begleitend bei „Beckmann spielt Cello“ für Obdachlose, der Erlös von Weihnachtskonzerten kam als Unterstützung dem Kinderschutz-bund und der Kindernothilfe Duisburg zugute, für die Orgel in der Salvatorkirche, und auch zum Erhalt der Liebfrauenkirche als kulturellen Zentrums – in Verbindung mit dem Lions-Club Duisburg für die Stiftung „Brennender Dornbusch“ – konnte ein Beitrag geleistet werden. Am 18. Mai 2014 unterstützte der Chor im Rahmen der Veranstaltung „LIONS KULT“ das Benefizkonzert zur Förderung Duisburger Kinderkultur- und Kindersozialprojekte in der Liebfrauenkirche.

Der „Tag der Deutschen Einheit“ 2013 führte die Freie Kantorei Duisburg und den Madrigalchor Weimar zusammen. Gemeinsam flankierten die beiden Chöre den Festakt im Duisburger Rathaus musikalisch und gaben in der Abtei Hamborn und in der Tersteegenkirche Düsseldorf zwei Konzerte – der Beginn einer bereichernden Chorpartnerschaft.

Durch die Teilnahme am Landeschorwettbewerb NRW 2013 konnte sich die Freie Kantorei Duisburg mit den führenden Chören des Landes messen und somit die Stadt Duisburg kulturell würdig vertreten.

Mit dem 2014 in der Liebfrauenkirche aufgeführten Passionskonzert „SEMANA SANTA spannte die Freie Kantorei Duisburg eingedenk ihres dreißigjährigen musikalischen Wirkens einen thematischen Bogen zu der Premiere von 1984 am selben Ort.
Allerdings unterschied sich die jüngste der „Heiligen Woche“ gewidmete Aufführung durch die Vielschichtigkeit ihrer Ausdrucksformen und damit Eindrucksmöglichkeiten. Denn sie brachte ihren Besuchern die Zeitspanne zwischen Palmsonntag und Karfreitag . . . in ihrer für viele Menschen fragwürdigen Bedeutung mit ausgesuchten Texten der Autorin und Theologin Susanne Krahe sowie außergewöhnlichen Chorwerken u.a. aus den Responsorien des Gesualdo di Venosa und den Sieben Worte[n] Jesu am Kreuz von Knut Nystedt auch mittels szenisch abgestimmter Farb- und Lichteffekte näher. Unter dem Titel „Das verstummte Hosianna“ wurde der Text in Form eines Rollenspiels von den Schauspielern Katharina Quast, als Jüngerin Jesu, und Laurenz Leky, als erblindeter Jünger, dargeboten und nicht zuletzt mit dieser Sichtweise auf die Ereignisse der gewohnte Blick auf die Karwoche irritiert.